Selber nähen – Tipps für Einsteiger

Du möchtest selber nähen und stehst kurz vor der Umsetzung deines ersten Nähprojekts? Hab’ keine Angst, jeder kann nähen lernen und Schritt für Schritt zum Nähprofi werden. Mit unseren Tipps für Anfänger und etwas Geduld und Ausdauer wird selber nähen schnell zu deinem neuen Lieblingshobby.

Selber Nähen

1. Richte dir eine Nähecke ein

Die Hürde, deinem neuen Hobby Nähen nachzugehen, sollte möglichst gering sein. Das ständige Auf- und Abbauen der Nähmaschine kann auf Dauer nervig sein. Versuche daher in deiner Wohnung einen festen Platz für deine Nähmaschine zu schaffen, wo du stets ohne große Vorbereitungszeit nähen kannst. Deine Nähecke sollte ausreichend Licht haben. Wenn dir der nötige Platz fehlt, kann ein kleiner Tisch mit Rollen eine gute Lösung sein, so dass deine Nähmaschine schnell an deinen Lieblingsort zum Nähen geschoben werden kann. Übrigens, ein Maßband kannst du mit doppelseitigem Klebeband an der Tischkante befestigt, so dass du dieses zum Ausmessen stets verfügbar hast.

2. Lerne deine Nähmaschine kennen

Du benötigst keine Profi-Nähmaschine mit vielen Sonderfunktionen. Eine Einsteiger-Nähmaschine (wie z.B. die W6 WERTARBEIT N 1235/61*) ist für die meisten Nähprojekte völlig ausreichend. Deine Nähmaschine ist dein treuer Begleiter bei der Umsetzung deiner Nähprojekte. Lerne daher ihre Eigenschaften, Fähigkeiten und Macken richtig kennen. Nähe dazu alle Stiche auf Stoffresten einmal durch. Teste alle Geräteeinstellungen. Auch mit dem Handbuch der Nähmaschine solltest du dich näher beschäftigen. Du wirst staunen, was deine Nähmaschine alles kann.

3. Starte Mit einfachen Nährprojekten

Beginne nicht gleich mit komplizierten Nähprojekten wie Blusen, Röcken oder Kleidern, sondern starte mit einfachen Nähideen wie einem Kissen mit Hotelverschluss*, einem Utensilo* oder einem Turnbeutel*. So stellt sich schnell der erste Erfolg ein. Schritt für Schritt kannst du dich dann an anspruchsvollere Nähprojekte vorwagen und danach z.B. eine Kosmetiktasche mit Reißverschluss nähen. Für Anfängerprojekte eignen sich Baumwoll-Stoffe besonders gut, da diese sehr fest sind und sich nicht verziehen.

4. Benutze eine Stoffschere und einen Rollschneider

Zum Zuschneiden der Stoffe benötigst du eine scharfe Stoffschere*. Schneide damit nur Stoffe und Garn und niemals Papier, da die Schere sonst stumpf und unbrauchbar wird. Mit einem Rollschneider* in Kombination mit einem Lineal kannst du schöne gerade Kanten schneiden (z.B. für viereckige Stoffteile). Deine Schneidewerkzeuge sollten hochwertig sein, damit du stets glatte Kanten erhälst, die man gut verarbeiten kann. Mit Stoffklammern* kannst du problemlos auch mehrere Stoffschichten zum Zuschneiden und Nähen fixieren. Im Gegensatz zu Stecknadeln hinterlassen Stoffklammern selbst in empfindlichen Stoffen keine Löcher. Übrigens, ein  Kopierrad* ist extrem hilfreich, um das Schnittmuster auf Kopierpapier* zu übertragen.

5. Habe stets ein Bügeleisen Griffbereit

Bügeln erleichtert viele Arbeitsschritte. Mit dem Bügeln von Nähten halten diese länger und bleiben in der gewünschten Form. Umgeschlagene Stoffkanten lassen sich gebügelt besser nähen. Daher empfehlen wir dir, stets ein Bügeleisen griffbereit zu haben.

6. Benutze einen Nahttrenner

Nicht alle Nähte gelingen auf Anhieb perfekt. Gerade als Nähanfänger muss ab und zu eine Naht wieder aufgetrennt werden. Mit einem Nahttrenner* geht dies viel schneller als mit einer Nagelschere.

7. Verwende hochwertiges Nähgarn

Kaufe ausschließlich hochwertiges Nähgarn. An deiner Nähmaschine musst du die Fadenspannung einstellen, wenn dabei das billige Garn reißt, verlierst du schnell die Freude am Nähen.

8. Markiere die Nahtzugabe

Jede Naht benötigt ihre Nahtzugabe. Unter der Nahtzugabe ist der Abstand zwischen der eigentlichen Naht und der Schnittkante zu verstehen. Die meisten Nähmaschinen helfen euch mit entsprechenden Markierungen auf der Stichplatte diese einzuhalten. Klebe dir ein Stück farbiges Klebeband oder Tape an die entsprechende Stelle auf der Stichplatte, es hilft die Nahtzugabe möglichst genau einzuhalten.

9. Vermeide Hektik

Als Nähanfänger muss man geduldig sein, viel üben und sich den ein oder anderen Fehler selbst verzeihen. Es wird dir zu Beginn nicht immer gelingen, ein Nähprojekt an einem Abend fertig zu stellen. Gebe dir und deinem Nähprojekt daher ausreichend Zeit.

10. Nähe gemeinsam mit Anderen

Nähen in der Gruppe macht Freude und du kannst dabei von den Erfahrungen der Anderen profitieren. In einem Nähkurs, einem Näh-Café oder in sozialen Netzwerken findest Du Menschen in deiner Nähe, die ebenfalls gerne in Gesellschaft nähen. Wenn gerade keine Nähgruppe zum Austausch von Erfahrungen zur Verfügung steht, helfen auch Video-Kurse für Anfänger*, zusätzliches Know-how zum Thema Nähen aufzubauen.